Estnische Volkskunde

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Jahreskonferenz des Zentrums für Estnische Kulturgeschichte und Volkskunde

Am 1.-2. November 2006 findet in Südestland im Koke Gasthaus die Jahreskonferenz "Zensur und Selbstzensur" des Zentrums für Estnische Kulturgeschichte und Volkskunde statt. Unter dem allgemeinen Thema ”Zensur und Selbstzensur" (versus Kontrolle und Selbstkontrolle) sind Behandlungen verschiedener Formen der Zensur erwartet; neben der Zensur von Texten und der professionellen Kunst sind auch Behandlungen anderer Formen der Zensur (religiöse, korporative, moralische, politische sowie wirtschaftliche Zensur) und der Reaktionen auf die Zensur willkommen.
Bevorzugte Perioden sind der Sozialismus und der Postsozialismus. Da es sich aber um eine alte Erscheinung handelt, sind auch Vorträge über ältere Perioden gern gesehen, um einen breiteren historischen Kontext zu schaffen. Es gibt auch keine geographischen, methodologischen oder philosophischen Begrenzungen. In mehreren Staaten haben die Bestrebungen, das Internet gesetzlich zu begrenzen und zu zensieren grosse Diskussionen hervorgerufen, darunter hat es Vorschläge gegeben, im Internet Mechanismen der Nachbarwache und der Selbstzensur zu anzuwenden. Sind die Skandalen um verschiedene Blog-Seiten, Privatbriefe und Kommentare eher eine Äusserung des beleidigten Selbststolzes der betroffenen Personen oder sollte man hier allgemeiner einen Verstoss gegen moralische, religiöse und politische Normen sehen?
Neben Handschriften und Büchern hat man schon jahrhundertelang auch professionelle Kunst zensiert, was wiederum Mechanismen der Selbstkontrolle der Künstler in Gang gesetzt hat. Wie sehen diese Mechanismen aus? Bringen sie uns dazu, feiner aufgebaute Texte zu schaffen? Oder entstehen so Mimikris, Formen der Vor-Selbstzensur? Es hat auch strenge Zensur für die Leistungen der Bereiche von Technik und Technologie gegeben, also können wir uns auch die Frage stellen, wie äussert sich die Selbstzensur eines Wissenschaftlers.
Ausser den Vorträgen, die das Hauptthema behandeln, sind auch Beschreibungen oder Zusammenfassungen von Projekten willkommen (in Poster-Form).
Der 10. Oktober ist das Termin für die Anmeldung und die Einreichung von Thesenpapieren. Weitere Information: Piret Voolaid, piret@folklore.ee

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